Sicherheit bei Blind-Dates

Covern. Primitive aber wirkungsvolle Möglichkeit, die Sicherheit bei der Begegnungen mit Fremden zu erhöhen.

19. Dezember 2007
Sicherheit bei Blind-Dates

Covern ... Primitive aber wirkungsvolle Möglichkeit, die Sicherheit bei der Begegnungen mit Fremden zu erhöhen. Die zu beschützende Person (der Beschützte) macht mit einem sehr guten Freund (dem Coverer / Schutzengel) aus, dass Letzterer innerhalb einer genau festgelegten Zeit einen Anruf erhält. Der Beschütze trifft sich dann mit einer anderen, meist noch unbekannten Person (dem Fremden). Erfolgt ein Anruf nicht innerhalb der festgelegten Zeit, ruft der Schutzengel die Polizei. Das Funktionieren der Methode beruht auf das bedingungslose Einhalten der abgemachten Vorgehensweise, auch wenn einige Elemente zuerst etwas extrem erscheinen.

Der Beschützte muss vor dem Treffen wissen, wo genau sie sich treffen werden und mit wem und dies seinem Engel vorher mitgeteilt haben. Wenn er den Fremden trifft, muss gleich am Anfang klar gemacht werden, dass er zu einer gewissen Zeit bei einem (meist als "unglaublichen nervösen, übermässig besorgtem") Bekannten oder Familienmitglied anrufen muss. Die Tatsache, dass es diesem Bekannten zuzutrauen ist, die Polizei zu rufen, sollte deutlich werden, ob man das gleich am Anfang oder im Laufe des Abends sagt, hängt von der Situation ab. Der Einwand des Fremden, dass er kein Telefon hat, zählt nicht, weil man dann erst recht zu einer Telefonzelle finden muss.
Idealerweise sollte bei dem Anruf dann eine Uhrzeit festgelegt werden, wann der Beschützte wieder Zuhause sein wird. Der Beschützte nimmt in Kauf, dass es seine und nur seine Schuld ist, wenn er den Anruf vergisst und auf einmal die Polizei vor der Tür steht - und erklärt sich bereit, sich auf jeden Fall bei den Beamten für ihre Sorge zu bedanken.

Vom Schutzengel wird neben der ständigen Erreichbarkeit eine bedingungslose Bereitschaft verlangt, bei Ausbleiben des Anrufs die Polizei zu verständigen. Wie alle Abschreckungsstrategien funktioniert die des Schutzengels nur dann, wenn allen Beteiligten klar ist, dass der entscheidende Anruf automatisch erfolgt. Der Schutzengel versucht nicht, bei dem Fremden anzurufen. Im Ernstfall kann das den Fremden in Panik versetzen und bei falschem Alarm hat der Beschützte jede Standpauke der Polizei verdient. Die Polizei selbst ist mit diesem Verfahren vertraut und immer bereit, ein Streife vorbeizuschicken, nicht zuletzt deswegen, weil ihnen einige hundert Fehlalarme lieber sind als ein Mordfall.

Sollte es sich um Beschützten um einen Sadomasochisten handeln, kann nicht empfohlen werden, das der Polizei mitzuteilen. Es geht dabei nicht um die Frage, ob die Polizei einen Hilferuf von einem vermeidlich Perversen ernst nimmt oder nicht. Da Polizisten mit schöner Regelmäßigkeit zu völlig harmlosen Situationen gerufen werden, wo es wieder einmal jemand geschafft hat, sich selbst nicht mehr aus eigener Fesselung befreien zu können, besteht die Gefahr, dass der Anruf in diese Richtung missverstanden wird. Damit riskiert man, dass Beamte mit völlig falschen Vorstellungen in eine möglicherweise lebensbedrohliche Situation geschickt werden.

Unter keinen Umständen sollte der Schutzengel selbst zu dem Ort fahren. Sonst hat man am Ende gleich zwei Leute, die in ernsten Schwierigkeiten sind, statt nur einem. Er sollte an dem Ort bleiben, von dem er den Anruf geführt hat, damit er von der Polizei erreicht werden kann und bereit sein, weitere Freunde oder Verwandte über die Situation zu informieren. Bei einem Fehlalarm bedankt sich auch der Schutzengel bei der Polizei für ihre Hilfe. Es muss nicht gesagt werden, dass ein Anrufbeantworter kein Schutzengel ist und ausgeschaltet gehört.

Der Fremde, sofern er von der Sache Wind kriegt, sollte die Situation begrüßen und sich freuen, dass er jemanden kennengelernt hat, der einen guten Sinn für Sicherheit besitzt und die nötige Selbstdisziplin hat, diese Regeln auch durch zuziehen. Es sollte nicht versuchen, den Namen des Schutzengels in Erfahrung zu bringen und auch nicht versuchen, dem Gespräch zu lauschen.

Ein Beschützter, der sich nach einem Fehlalarm nicht erst recht bei seinem Engel bedankt, ist des Schutzes nicht wert. Ein Engel, der trotz abgelaufener Zeit aus Angst vor einem Fehlalarm nicht die Polizei ruft, handelt kriminell, ihm kann in Zukunft nicht vertraut werden. Ein Fremder, der sich durch das Vorgehen beleidigt fühlt, ist eine nähere Bekanntschaft nicht wert.

Beschützter und Schutzengel sollten sich auf eine Abart eines Safewords einigen, einen möglichst unauffälligen Satz, der dem Engel signalisiert, dass er trotz des Anrufs in Schwierigkeiten steckt; beispielsweise "Kannst Du mal nach dem Hund schauen?" wenn der Beschütze nicht mal Goldfisch Zuhause hat. Idealerweise gibt der Schutzengel eine Bestätigung, dass er verstanden hat (hier vielleicht Ja, wenn es sein muss, ich habe deinen Schlüssel). Dieser Punkt wird leider oft übersprungen, darf aber nicht fehlen.

Oder zum Beispiel ein Codewort, dass unbedingt vorkommen muss: So würde der Satz: " ...ja mir geht es gut " Alarm auslösen. Nicht aber, wenn es heißt: "....ja mir geht es gut, ich fühle mich wie im 7. Himmel "

Obwohl sicher kein Allheilmittel, gibt das covern eine gewisse Rückendeckung für neue Bekanntschaften, wie sie unter Sadomasochisten nicht unüblich sind. Der Preis dafür ist streng durchgeführten Version ein Verlust der Spontaneität und möglicherweise ein sehr kurzer Abend. Meist verlässt sich der Beschützte sich auf seine Menschenkenntnis und glaubt zu wissen, ob sie den Fremden für die restliche Zeit nach dem Anruf trauen kann oder nicht, ohne eine Zeit festzulegen, wann sie Zuhause sein wird.

Verwandt mit dem Schutzengel wird bei der Selbstfesselung oft als letzte Absicherung ein Bekannter mit einem Haustürschlüssel zu einer gewissen Zeit einbestellt, mit der Anweisung, sich selbst hineinzulassen, wenn es keine Antwort auf die Türklingel gibt.

Wenn von vornherein mit offenen Karten gespielt wird hat der Schutzengel eine Kopie, oder die genauen Daten, des Personalausweises des "Unbekannten" vorliegen.

Der text stammt zu großen Teilen aus dem Lexikon des SM Rev.4beta 6/96
27. Januar 2009
... was sagt ihr zu diesem Beitrag ???

Ein Thema..
Was soll dieser Beitrag denn hier bei JC ????

Werden Swinger jetzt in eine Ecke gesteckt in der Sie nun absolut nicht hingehören ?

Hat jemand aus diesem Forum auch nur annähernd eine Situation erlebt die diesen Thread nötig macht ?

Wir swingen jetzt seit 6 Jahren und haben wirklich alles ( 100 km in eine fremde Wohnung, fremde Menschen zu uns eigeladen, Treffen mit unbekannten Menschen an den unmöglichsten Orten ) und hatten noch NIE ein unangenehmes Erlebnis, außer man sieht Treffen mit Menschen die nicht auf der gleichen Wellenläge funken als unangenehm an.

Ganz ehrlich, wir verstehen diesen Therad überhaupt , außer er soll Angst machen und die sowieso schon etwas ängstlicheren JC`ler noch
mehr in Angst versetzen.

Also, was soll das hier ??

Ich wundere mich über manche Einstellungen !!!

Was sagt Ihr als Cover zu dieser Aussage ???

fesselnde Grüsse

Frank

@schlagfertig sollte dieses Thema nicht hier her gehören bitte verschieben in den richtigen Thread !!! Danke
27. Januar 2009

Ich steh grad völlig auf dem Schlauch, wo du diesen Beitrag gefunden hast. Und wenn er sich auf das Covern bezieht, bin ich grad sprachlos. Aber wundern tut es mich nicht. Denn ich habe so etwas ähnliches auch schon von BDSMlern gehört...
27. Januar 2009
...Nachdenklich !!!

Hallo Gruppe CoverRing wie seht Ihr so eine Aussage !!!

also, wir finden 100 paare getroffen zu haben als wirklich sehr ,sehr viel und denken dies ist eine menge mehr als die meisten swinger von sich behaupten können.

mit anderen worten , wir wissen wovon wir reden denken auch das es keinen sinn mehr macht sich zu diesem thema weiter zu äußern. in unserer gesellschaft ist es ja inzwischen üblich sich gegen alles und jeden abzusichern und warum sollte es in einem swinger forum anders sein als im normalen leben.

uns wundert nur, das dieses thema nur in jc zur sprache gebracht wird und in vielen anderen foren noch nie ein rolle gespielt hat und es hoffentlich auch nie wird.

in diesem sinne macht´s mal gut und fürchtet euch nicht.
http://paare-ruhrgebiet.joyclub.de/forum/t198669.ein_thema_das_uns_alle_angehen_sollte_auch_euch.html

Meine pers. Meinung :

der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht...

fesselnde Grüsse

Frank
27. Januar 2009

Boah... das sind wahrscheinlich dann auch die gleichen Leute, die behaupten, dass man sich beim Oralsex ohne Gummi doch gar keine Krankheiten holen kann....
27. Januar 2009

Wir verfolgen diesen Thread aus dem Ruhrgebiet von Anfang an, bzw standen Pate bei der Erstellung!
Natürlich muß nicht jeder derselben Meinung sein, aber man darf deswegen dieses Thema nicht so lächerlich machen, wie es hier gerade passiert!

Wir haben in einer anderen Gruppe einen ähnlichen Thread laufen und dort schläft das Thema leider vor sich hin.
Die User finden es zwar gut und sinnvoll aber sie selbst brauchen sowas ja nicht........
Aber wir erreichen zumindest einen Teil der User und bringen sie zum Nachdenken!

LG

Birgit und Martin
27. Januar 2009

So sehe ich das auch! Ich hätte gerne ein paar Takte dazu geschrieben, aber leider war der Thread - wie so oft - nicht öffentlich.

Und wenn es dann so runtergezogen wird, OBWOHL Leute ihre negativen (Solo-)Erfahrungen schildern, dann wundert mich wirklich vieles nicht.

Ich möchte auch gar nicht wirklich weiter darüber nachdenken, was diese Menschen über uns BDSMler denken... Da würde es mich wahrscheinlich gruseln.

Nun ja, ich habe mein Profil-Motto mit Bedacht gewählt - lach...
29. Januar 2009

Covern,

eine Sache des Vertrauens. Mich beschäftigt gerade die frage kenne ich denjenigen der mir seinen Dienst mich zu Covern anbietet?
Könnte sich nicht auch hinter diesem pseudonym jemand verbergen der nichts Gutes im Schilde führt.
Covern ist für mich Vertrauenssache, ich für meinen teil verabrede mich meist an einem neutralen Ort an dem mehrere anwesend sind und informiere im vorfeld Freunde die mich auch wirklich kennen und wissen wie ich Ticke.
Bevor ein treffen zustande kommt ist es für mich auch wichtig diese Person von vorneherein schon etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.
29. Januar 2009
@ Samira 157.... Sache des Vertrauens

Hallo Sami

Du hast ja auch auf deiner Freundesliste 2 Profile die in der Gruppe Covering sind..... *haumichwech*

die Du auch näher kennst und denen Du vertrauen müsstest ...


Die Gruppe CoveRing hat deswegen ja Zulassungsbedingungen, um genau das zu Gewährleisten.

Rückversicherungssystem für Treffen mit unbekannten (Spiel)partnern. Der Zugang zur Gruppe wird nur verifizierten Mitgliedern (vorzugsweise VIP's) die mindestens ein halbes Jahr Mitglied im Joyclub sind nach einem persönlichen Telefonat mit dem Gruppenersteller und einer sehr ausführlichen Bewerbung gewährt. Wir bitten um Verständnis für diese etwas rigiden Zulassungsbedingungen, aber nur so können wir die Zuverlässigkeit und das das notwendige Vertrauen und in die Coverer gewährleisten.

fesselnde Grüsse

FSpike *frieden*
29. Januar 2009
kennen

@FSpike

Vertrauen musstest?

Vertrauen setzt nie muss voraus! Es entwickelt sich im laufe der Zeit. Einige Joyler sind mir nicht erst seit gestern bekannt und auch ich hab mir schon das eine oder andere mal diesen Dienst zukommen lassen.

Danke auch für deinen Hinweis! *ggg*

schmunzelnder Gruß sami
18. September 2010
mal was schönes ....

Auch das gibt es noch ...

Hi,
danke, wußte bisher nicht von Covern
wie du in meinem Profil erkennen kannst, habe ich meine Neigung 20 Jahre vor mir und meinem Umfeld versteckt. Jetzt bin ich aufgebrochen und meine Neigungen sind neu und tief. Möchte mich gerne bedingungslos in dominante Hände geben. Habe vorher nur 1 Treffen in Real, öfffentlicher Ort, Leute etc. Dann ein Treffen auch öffentlich um überhaupt zu sehen, wie mein Körper auf Schläge und Schmerzen und andere Demütigungen reagiert. Nun, bei einer Session auf ein Teil meiner REchte zu verzichten und Macht abzugeben ist heiß. Zu heiß um es ohne Rückversicherung zu machen. Habe gerade einen anderen Weg meinem Gegenüber vorgeschlagen, bin aber gerne oder eigentlich noch lieber bereit, die Absicherung hier machen zu lassen. Wenn ich real Bedarf habe, werde ich mich melden.

Bin einfach nur begeistert, dass es so etwas gibt und wollte dies schreiben.


das sind die Augenblicke wo wir die Coveringgruppe und allen Schutzengeln ein lächeln aufs Gesicht zaubert ....

Wir sind auf dem richtigen Weg !!!

fesselnde Grüsse

Frank
20. September 2010

super, das klingt doch gut.
Dank dir Frank, schön mal wieder was positives zu lesen.

lg cherry*blume*

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